Im Gespräch mit Martin Eberhardt, Megatrends im Fokus

„Megatrends sind keine kurzfristigen Modeerscheinungen.”
Die Auswirkungen von Megatrends auf Immobilienmärkte und die Investitionsstrategie des Swiss Life Living + Working.

 

Der Swiss Life Living + Working ist der erste Immobilienfonds der neusten Generation. Er setzt auf Megatrends. Was bedeutet das für die strategische Immobilienallokation?

Megatrends geben sehr langfristige Entwicklungen vor. Sie sind keine kurzfristigen Modeerscheinungen, sondern beeinflussen in erheblichem Maße auch die Immobilienmärkte auf lange Sicht. Zu diesen langfristigen Einflussfaktoren zählt unter anderem die fortschreitende Urbanisierung bzw. Re-Urbanisierung. Auch die Megatrends demografischer Wandel und digitale Transformation bzw. Industrie 4.0 spielen eine große Rolle.

Was heißt das konkret für die Immobilienmärkte?

Stichwort Urbanisierung, hier schätzen viele ältere Menschen die bessere Infrastruktur, speziell beim täglichen Einkauf oder auch das medizinische Angebot und ziehen deshalb von ihrem Landhaus in eine Stadtwohnung. Jüngere Generationen bevorzugen die Städte aufgrund der höheren Lebensqualität, dem besseren Kultur- und Gastronomie-Angebot, aber auch dem viel dichteren Netz an Arbeitsplatzmöglichkeiten. All dies führt zu einem enormen Bedarf an Wohnimmobilien.

Welche Investitionsstrategie setzen Sie mit den Megatrends für den Living + Working um?

Wir investieren ausgewogen in unterschiedliche Immobiliensegmente. Dazu gehören neben verschiedenen Nutzungsarten im Wohnbereich auch moderne Büroimmobilienformate wie Coworking und nachhaltige Einzelhandelsformen wie zum Beispiel Nahversorgungs- und Fachmarktzentren, die relativ immun gegenüber dem Online-Handel sind. In der Summe erhalten wir eine zukunftsfähige Immobilien-Allokation mit langfristig stabilen Erträgen für die Anleger.

Die Konjunktur läuft auf Hochtouren, und die Nachfrage im Immobilienmarkt ist enorm. Wie sieht vor diesem Hintergrund Ihre Akquisitionsstrategie aus?

Der Living + Working investiert gerade in dieser Phase sehr überlegt und mit viel lokalem Knowhow. Zudem erhöhen wir die Einzelobjektrenditen, indem wir beispielsweise bevorzugt außerhalb von Bieterverfahren kaufen und uns nicht nur auf die von Nachfragern überlaufenen deutschen Top7-Standorte konzentrieren. Wir setzen auf die Top77-Strategie, damit gehen wir bewusst auch in regional und lokal florierende Städte mit viel Zukunft, je nach Nutzungsart.

Was ist der Vorteil von Nischeninvestments wie Micro-Living oder auch Coworking-Büros?

Ein Vorteil sind vor allem die attraktiveren Renditen oder bei Coworking-Büros, wie beispielsweise unsere Immobilie in Amsterdam, die große Attraktivität und Zukunftsperspektive. Allerdings können wir in Nischensegmenten nur dank unserer langen Erfahrung und den Einheiten vor Ort erfolgreich sein. Grundsätzlich muss man festhalten, der Markt differenziert sich bei den Immobiliensegmenten zunehmend, und das erfordert ein enormes Fachwissen. Hier ist die Swiss Life Asset Managers als der europaweit führende institutionelle Immobilieninvestor mit über 72 Milliarden Euro gemanagtem Immobilienvermögen sehr breit aufgestellt. Das kommt den Anlegern des Living + Working zugute.

 

Martin Eberhardt verantwortet seit Mai 2018 als Geschäftsführer der Swiss Life KVG die immobilienwirtschaftlichen Aspekte sowie das Fondsmanagement. Der Diplom-Kaufmann, Immobilienökonom (EBS) und Fellow der Royal Institution of Chartered Surveyors (FRICS) ist zudem Geschäftsführer von CORPUS SIREO Real Estate. Ehrenamtlich ist Eberhardt Vorsitzender des Vorstands von RICS Deutschland und Mitglied des Präsidiums des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA). Zuvor war er als Managing Director und Country Manager Deutschland bei der niederländischen Bouwfonds Investment Management tätig. Weitere Stationen waren leitende Funktionen bei Union Investment, Colliers Grossmann & Berger, der METRO-Gruppe sowie im Immobilienmanagement von Daimler-Benz.

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