Swiss Life Living + Working* Newsletter Juni 2026

Liebe Leserinnen und Leser des Living + Working-Newsletters,​

Wohnen verändert sich. Der demografische Wandel und steigende Anforderungen an Wohnqualität prägen die Nachfrage in ganz Europa. Wir sprechen mit Viktoria Hoffmann, Senior Fund Manager bei Swiss Life Asset Managers in Deutschland, über die Zukunft der europäischen Wohnungsmärkte. 

Außerdem: Warum „Living & Care“-Konzepte aktuell zu den spannendsten Wachstumsfeldern Europas zählen und was das für Investoren bedeutet. Mit dem Wohnpark Timmel stellen wir Ihnen zudem eine Immobilie vor, die beispielhaft für die Verbindung von altersgerechtem Wohnen und langfristiger Nachfrage steht.  

Wir wünschen Ihnen viel Freude bei der Lektüre! 

Ihr Redaktionsteam des Living + Working Newsletters 

Gut wohnen. Gut versorgt: der Wohnpark Timmel

Wie sieht Wohnen im Alter aus, wenn Komfort, Betreuung und Lebensqualität zusammengedacht werden? Der Wohnpark Timmel in Niedersachsen liefert die Antwort. Mit über 64 Wohneinheiten und 80 Tagespflegeplätzen ermöglicht er eine individuelle Versorgung für unterschiedliche Pflegestufen und bietet einen hohen Service- und Objektstandard. 

Die Immobilie profitiert von strukturellen Trends wie dem demografischen Wandel und dem steigenden Bedarf an altersgerechten Wohn- und Betreuungsangeboten. Ein langfristiger Mietvertrag, die Energieeffizienzklasse A und eine hohe Standortqualität sorgen außerdem für stabile Rahmenbedingungen. 

Damit stärkt der Wohnpark Timmel die Nutzungsart Gesundheit im Portfolio des Living + Working und verdeutlicht die Anlagestrategie, in Immobilien zu investieren, die gesellschaftliche Relevanz mit langfristiger Nachfrage und resilienten Erträgen verbinden. 

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Der Wohnpark Timmel verbindet altersgerechtes Wohnen mit stabilen Investmentperspektiven.

Im Gespräch mit Viktoria Hoffmann, Senior Fund und Portfolio Manager bei Swiss Life Asset Managers in Deutschland: „Wohnen bleibt ein sicherer Hafen. Das Navigieren ist aber anspruchsvoller geworden.“ 

Frau Hoffmann, wie hat sich der europäische Wohnungsmarkt in den vergangenen Jahren verändert und welche Chancen ergeben sich daraus für professionelle Investoren? 

Wohnen bietet etwas, das selten geworden ist: Stabilität und Visibilität. Menschen müssen wohnen, unabhängig vom Konjunkturzyklus. Die Nachfrage ist somit nicht optional und besonders verlässlich. Die Chancen für Investoren sind stabile, sehr gut planbare Erträge und langfristiges Wertentwicklungspotential. Deshalb betrachten wir Wohnen weniger als kurzfristige Marktchance, sondern vielmehr als strategische Allokationsnotwendigkeit. Selbstverständlich gibt es innerhalb Europas unterschiedliche Marktdynamiken. Was fast alle Länder eint, sind die Megatrends Urbanisierung, demografischer Wandel und steigende Anzahl an Haushalten. Gleichzeitig wurde und wird viel zu wenig Wohnraum neu gebaut. Das Neubauvolumen ist seit 2020 aufgrund der stark gestiegenen Bau- und Finanzierungskosten nochmal deutlich eingebrochen. Dadurch wird der bereits bestehende Nachfrageüberhang weiter steigen. Wir sehen auch aufgrund der erfolgten Preisanpassungen einen idealen Zeitpunkt im Marktzyklus, um Wohnportfolios aufzubauen oder auszuweiten. 

Worauf kommt es bei der Auswahl attraktiver Wohninvestments an? 

Selbstverständlich Lage, Lage, Lage. Dabei geht es neben der Stadt oder Region auch um eine attraktive Mikrolage des Objekts. Entscheidend sind auch Faktoren wie Bevölkerungsentwicklung, Verkehrsanbindung, Mietdynamik und Bezahlbarkeit. Ebenso wichtig ist es, die richtigen Objekte zum richtigen Zeitpunkt zu identifizieren. Bei Neubauinvestments achten wir besonders auf Energieeffizienz, moderne Grundrisse und wirtschaftlich tragfähige Wohnkonzepte.  

Bei Bestandsinvestments liegt der Fokus auf der Transformationsfähigkeit der Objekte in Bezug auf energetische Modernisierung und Repositionierung im Spannungsfeld zwischen Kosten und Rendite. 

Und hier liegt auch die Stärke von Swiss Life Asset Managers. Wir verbinden die Analyse langfristiger Markttrends mit tiefem lokalem Marktverständnis. Unsere paneuropäische Plattform ermöglicht es uns, Chancen in unterschiedlichen Märkten frühzeitig zu erkennen und gezielt zu nutzen. 

Welche Rolle spielt die Assetklasse Wohnen konkret im Living + Working Fonds? 

Wohnen übernimmt im Living + Working eine stabilisierende Funktion. Die Assetklasse profitiert von stabilen, planbaren Erträgen und langfristigen Wertentwicklungsperspektiven. Oder kurz gesagt: Gewohnt wird immer. Hinzu kommt die breite Risikostreuung. Die Mieteinnahmen verteilen sich auf viele einzelne Mietverträge, wodurch Mietausfall- und Nachvermietungsrisiken deutlich reduziert werden. Außerdem setzen wir auf zukunftsfähige Wohnkonzepte, die von Trends wie Urbanisierung und demografischem Wandel profitieren. Ein gutes Beispiel ist der Wohnpark Timmel, das betreute Wohnen und Tagespflege kombiniert. 

Was unterscheidet ein erfolgreiches Wohninvestment heute von klassischen „Buy-and-Hold“-Ansätzen? 

Heute spielen Regulierung, Dekarbonisierung, steigende Kosten und die Bezahlbarkeit von Wohnraum eine große Rolle. Ein klassischer Buy-and-Hold-Ansatz allein reicht deshalb nicht mehr aus. Die Dekarbonisierung im Bestand ist kein Nebenthema mehr, sondern der entscheidende Kapitaltreiber. Erfolgreiche Wohninvestments entstehen durch die Kombination aus tiefem Marktverständnis, aktivem Asset Management, Dekarbonisierungsexpertise und einer klaren Portfoliostrategie. Bei Swiss Life Asset Managers arbeiten die Bereiche Research, Portfolio- und Asset Management aktiv zusammen. Genau dieses Zusammenspiel macht den Unterschied. 

Wohnkonzepte verändern sich derzeit stark. Welche Entwicklungen beobachten Sie besonders aufmerksam? 

Wohnen wird flexibler und lebensphasenorientierter. Mobilität, der demografische Wandel und neue Lebensmodelle verändern die Anforderungen an Wohnraum. Wir beobachten eine steigende Nachfrage nach kleineren, kompakten und temporären Wohnformen in den Metropolregionen. Dazu gehören Micro Living, studentisches Wohnen und Seniorenwohnen. Gleichzeitig bleibt bezahlbarer Wohnraum, etwa für Familien, ein zentrales Thema. Der Living + Working entwickelt sein Portfolio entlang solcher Nachfrageverschiebungen weiter.  

Viktoria Hoffmann, Senior Fund and Portfolio Manager, über Chancen und Herausforderungen im europäischen Wohnungsmarkt

Die Energy Performance of Buildings Directive (EPBD) in Deutschland: Jetzt wird es konkret

Deutschland setzt die zentralen Vorgaben der EPBD vor allem über das Gebäudeenergiegesetz (GEG) um. Besonders betroffen sind energetisch schwache Nichtwohngebäude wie ältere Büro-, Logistik- und Gesundheitsimmobilien, Einkaufszentren oder Hotels. Für sie treten schrittweise strengere Modernisierungsanforderungen in Kraft. Bis 2030 sollen die ineffizientesten 16 Prozent – das entspricht rund 584.000 Gebäuden – verbessert werden. Bis 2033 steigt dieser Anteil auf 26 Prozent. Damit rückt mehr als jedes vierte Nichtwohngebäude hierzulande in den Fokus energetischer Sanierungsmaßnahmen. 

Parallel dazu verschärfen sich die Standards für Neubauten: Ab 2030 sollen neue Gebäude nur noch als sogenannte „Nullemissionsgebäude“ errichtet werden. Für öffentliche Neubauten gilt dieser Standard bereits ab 2028. Ziel ist ein nahezu emissionsfreier Gebäudebetrieb mit sehr hoher Energieeffizienz und einer Versorgung aus erneuerbaren Energien. Fossile Heizsysteme verlieren dadurch langfristig weiter an Bedeutung. 

Solarenergie und digitale Steuerung rücken stärker in den Fokus 

Hinzu kommen neue Anforderungen an die technische Gebäudeausstattung. Größere Nichtwohngebäude sollen künftig stärker mit Gebäudeautomations- und Energiemanagementsystemen ausgestattet werden, um Energieverbräuche digital erfassen und steuern zu können. Auch Ladeinfrastruktur für Elektromobilität wird bei Neubauten und größeren Modernisierungen zunehmend verpflichtend. Für neue öffentliche und gewerbliche Gebäude werden Solaranlagen schrittweise zum Standard. 

Regulatorische Anforderungen wie die EPBD sind längst ein Faktor der aktiven Portfoliosteuerung. Im Living + Working Fonds fließen sie in die Bewertung von Investitionen, Modernisierungsmaßnahmen und langfristigen Wertentwicklungsperspektiven ein. 

ESG Nachhaltigkeit

Die EPBD macht Energieeffizienz, Sanierung und erneuerbare Energien für Immobilien immer wichtiger.

Gesundheitsimmobilien als fundamental resilienter Wachstumsmarkt in Europa

Gesundheitsimmobilien zählen zu den strukturell wachstumsstärksten Segmenten im europäischen Immobilienmarkt. Getrieben durch den demografischen Wandel, den erhöhten Pflegebedarf und der zunehmenden Bedeutung integrierter Wohnkonzepte bieten sie eine breite Nachfrage mit langfristigen Ertragsperspektiven. Insbesondere im Zusammenspiel von „Living & Care“ entstehen neue Nutzungsformen. 

Betreutes Wohnen positioniert sich zwischen klassischem Wohnen und stationärer Pflege, ist aber deutlich wohnwirtschaftlicher geprägt. Es erlaubt Selbstbestimmtheit, flexible Betreuung und hohe Wohnqualität – eine Kombination, die dazu führt, dass betreutes Wohnen deutlich über Pflegeheimen präferiert wird. Der zusätzliche Bedarf an betreuten Wohnungen liegt deutlich über dem von Pflegeheimen: Während in Deutschland aktuell, je nach Berechnungsgrundlage, 50.000-100.000 Pflegeheimplätze fehlen, sind es 400.000-500.000 betreute Wohneinheiten.  

Quelle: OECD Data Explorer, Swiss Life Economic Research

Fundamentale Stärke durch strukturelle Nachfrage und Living-Integration 

Aber auch Gesundheitsimmobilien sind strukturellen Herausforderungen ausgesetzt. Bei Pflegeheimen sind primär die Finanzierung und der Fachkräftemangel ein Thema. Beim Betreuten Wohnen ist neben der Attraktivität der Immobilie hinsichtlich Alter, Ausstattung und Lage darauf zu achten, dass sich das Objekt in einer strukturstarken Region befindet, da die Finanzierung direkt über die Kaufkraft der Bewohner erfolgt. Trotz ihrer eigenen, aber händelbaren Herausforderungen sind Gesundheitsimmobilien strukturell gut aufgestellt. Alterung der Gesellschaft, staatliche Absicherung und neue „Living & Care“-Konzepte sichern langfristige Nachfrage und eröffnen attraktive Perspektiven für Investoren. 

Quelle: CBRE, Q4 2025

Konjunktur Perspektiven

Um erfolgreiche Investitionsentscheidungen zu treffen, ist eine gründliche Analyse unerlässlich. Daher präsentieren wir Ihnen die wirtschaftlichen Aussichten, die vom Research-Team von Swiss Life erstellt wurden.

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* Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working, WKN: A2ATC3

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