Swiss Life Living + Working* Newsletter Mai 2022

Liebe Leserinnen und Leser des Living + Working Newsletters,

der Living + Working bleibt in den aktuell unruhigen und wirtschaftlich schwierigen Zeiten ein stabiler Anker. Damit Sie wissen, was wir dafür tun, dass Sie sich auch weiterhin auf ihn verlassen können, erhalten Sie mit dieser Ausgabe Einblicke in verschiedene Aspekte rund um den Fonds.

Wir stellen Ihnen im Portrait Villingen-Schwenningen vor, wo der Fonds seit kurzem vertreten ist. Die Research-Experten werfen einen Blick auf die nordischen Länder. Und im Interview geht es diesmal darum, wie die Fondsmanager an attraktive Objekt gelangen und welche Nutzungsarten von besonderem Interesse sind.

Wir wünschen Ihnen eine informative Lektüre.

Ihr Redaktions-Team des Living + Working Newsletters.

Villingen-Schwenningen - Deutschlands größte Gemeinde mit einem Doppelnamen

Am Rande des Schwarzwaldes, zentral gelegen zwischen Stuttgart und dem Bodensee befindet sich Villingen-Schwenningen – mit 86.000 Einwohnern die größte Gemeinde Deutschlands mit einem Doppelnamen. Bis zur Gemeindereform im Jahr 1972 gehörte Villingen dem badischen und Schwenningen dem württembergischen Landesteil an. Die Stadt ist Oberzentrum, Hochschulstandort sowie Kreisstadt und größte Stadt des Schwarzwald-Baar-Kreises.

Durch die zwei großen Stadtteile gibt es bis heute einiges doppelt und in etwas unterschiedlicher Ausprägung. So hat Villingen eine andere Telefonvorwahl als Schwenningen. Die Institutionen und Vereine der gemeinsamen Stadt gehören verschiedenen Landesverbänden an, so dass etwa die badischen Sportvereine im sportlichen Wettkampf nicht gegen die württembergischen antreten können. Die Kirchengemeinden gehören unterschiedlichen Landeskirchen an und in jedem der beiden Stadtbezirke gibt es ein Rathaus, wobei Villingen der Sitz des Oberbürgermeisters ist.

Villingen-Schwenningen zeichnet sich durch eine starke industrielle Basis aus, insbesondere in den Bereichen Automobilzulieferer, Messgeräte, Prozesstechnologie oder der traditionell vertretenen Uhrenindustrie. Schwenningen galt einst als die größte Uhrenstadt der Welt. Außerdem beherbergt die Stadt drei Hochschulen mit 6.600 Studierenden und verfügt über fünf außeruniversitäre Forschungsinstitute.

Meteorologisch liegt die Stadt in einem Gebiet mit dem höchsten Hagelrisiko in Deutschland. Eine weitere Besonderheit ist, dass Villingen-Schwenningen die größte deutsche Stadt über 700 Metern ist. Die Region bietet mit seinen überregionalen Spazier-, Wander- sowie Radwanderwegen viele Möglichkeiten zur aktiven Erholung. Entspannt die Natur genießen kann man auch im etwa 4000 Jahre alten Naturschutzgebiet „Schwenninger Moos“, in dem auch der Neckarursprung liegt.

Im Portfolio des Living + Working ist Villingen-Schwenningen mit dem „Eschelen Carré“ im Ortsteil Eschelen vertreten. Eschelen ist das größte Neubaugebiet der Stadt und besticht durch eine ruhige Lage und viele Grünflächen.

Villingen-Schwenningen

Villingen-Schwenningen am Rande des Schwarzwaldes, zwischen Stuttgart und dem Bodensee.

Im Gespräch mit Walter Seul: „Die Anlagestrategie des Living + Working hat sich bewährt“

Immobilien sind stark nachgefragt. Wie sieht es mit geeigneten Objekten für den Living + Working aus?
Wir finden nach wie vor gute Objekte, aber es ist natürlich im aktuellen Marktumfeld herausfordernd und sehr arbeitsintensiv. Speziell die Top-Immobilien mit Zukunftsperspektive im sicherheitsorientierten Bereich Core und Core+ sind stark nachgefragt. Insbesondere bei den relativ krisenresistenten Nutzungsarten wie Wohnimmobilien ist der Wettbewerb nochmals gestiegen. Das gilt auch für viele andere Segmente die zur Anlagestrategie des Living + Working gehören und das kommt nicht von ungefähr. Denn bei der Auflage des Fonds haben wir auf besonders stabile Immobilienarten gesetzt wie Nahversorgungszentren oder auch Objekte im Bereich der Gesundheitsimmobilien. Genau diese Anlagestrategie des Living + Working hat sich bereits bewährt und zahlt sich in unruhigen Zeiten aus.

Wie schaffen Sie es, nach wie vor an gute Objekte zu kommen?
Dahinter stecken neben einer Menge Markterfahrung und Arbeit vor allem die weitverzweigten Kontakte der Swiss Life vor Ort. Wir haben in vielen europäischen Immobilienmärkten Niederlassungen und verbundene Einheiten. Ganz neu ist unter anderem eine eigene Konzerneinheit in Skandinavien. Diese Präsenz ist von großer Bedeutung, denn  Immobilieninvestitionen sind nach wie vor ein lokales Geschäft. Insofern profitieren wir hier von der Konzernaufstellung der Swiss Life als einer der größten Immobilieninvestoren in Europa.

Welche Immobiliennutzungsarten haben sich als besonders robust bewährt?
Insbesondere aktuell sind wir gut mit dem auf Megatrends aufbauenden Nutzungsarten-Mix des Fonds aufgestellt. Langfristige Entwicklungen wie die Demografie, die digitale Transformation oder auch ESG spielen eine entscheidende Rolle. Unsere Fondsstrategie greift diese Trends auf und sorgt durch deren immobilienseitige Umsetzung für eine stabile Fondsentwicklung. Die weniger konjunkturabhängigen Bereiche Wohn- und Gesundheitsimmobilien liefen zum Beispiel auch während der Corona-Krise sehr stabil, aber auch unsere Anlagen in Einzelhandelsobjekte für den täglichen Bedarf wie Nahversorgungszentren. Bei unseren Büroinvestments stehen die Digitalisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt im Fokus. Bei all diesen Punkten geht es um die stetige Erzielung stabiler Erträgen aus Anlagen in Immobiliensachwerten.

Wie sieht es mit weiteren Investitionen im Ausland aus?
Wir planen in 2022 Investitionen speziell in Großbritannien und Dänemark, das wird allerdings noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Dann beobachten wir im Rahmen unserer Europa-Strategie natürlich weiterhin die Märkte in Frankreich, Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Auch Objekte in Schweden und Finnland haben wir im Blick.

Was können die Anleger des Living + Working für die nächste Zeit noch erwarten?
Wir werden weiterhin in Qualitätsimmobilien investieren, wobei die Anforderungen sowohl durch die Nutzer wie auch im Bereich ESG erheblich gestiegen sind. Neu werden neben ersten Ländereintritten auch weitere Investitionen in Gesundheitsimmobilien außerhalb von Deutschland sein. Die Fortsetzung der Diversifizierung des Fonds nach Regionen und den vier Nutzungsarten unserer „City“ geben die Richtung vor.

Eine ganz andere Frage: Wie schöpfen Sie neue Energie für Ihre Arbeit?
Ich reise nicht nur berufsbedingt sehr gerne ins Ausland, sondern auch privat. Fremde Kulturen, andere Menschen, spannende Entwicklungen und neue Landschaften faszinieren mich. Letztes Jahr haben wir uns einen großen Traum erfüllt und waren in Südafrika. Das war unglaublich, eine Erfahrung, die mir geholfen hat, meine Batterien wieder aufzuladen. Wir haben einen ganzen Koffer voll wunderbarer Erinnerungen und interessanter Eindrücke mit zurück nach Europa genommen.

 

Walter Seul, Fondsmanager

Walter Seul ist Leiter Fondsmanagement bei der Swiss Life KVG. Er verantwortet unter anderem das Fondsmanagement des Swiss Life Living + Working, dem Offenen Immobilienpublikumsfonds. Zuvor war der Diplom-Volkswirt als Senior Fund Manager und Senior Corporate Finance Manager bei AXA Investment Managers sowie als Projektleiter für die Konzeption geschlossener Immobilienfonds bei der Deutsche Grundbesitz Management GmbH (heute RREEF) tätig

Warum heißt es bei Anteilen an einem Offenen Immobilienfonds „Preis“ und nicht „Kurs“?

Investiert ein Anleger in einen Offenen Immobilienfonds, so erhält er dafür einen Anteilschein. Vor vielen Jahren gab es hier auch noch eine „richtige“ Urkunde. Inzwischen werden diese Anteilscheine dem Wertpapierdepot oder einem speziellen Investmentdepot gutgeschrieben.

Warum heißt es dann trotzdem Anteilspreis und nicht Anteilskurs? Kurse ergeben sich beispielsweise beim Handel mit Aktien an der Börse aufgrund von Angebot und Nachfrage. Viele Faktoren beeinflussen diesen Kurs. Das können erwartete oder unerwartete Branchennachrichten, Bekanntmachungen zu makroökonomischen Daten oder auch politische Ankündigungen sein. Ein solcher Kurs entspricht fast nie dem tatsächlichen Bilanzwert eines Unternehmens.

Anders verhält sich das bei Offenen Immobilienfonds. Hier errechnet sich der Anteilswert nach genauen gesetzlichen Vorgaben und basiert auf der sogenannten Vermögensaufstellung des Fonds. Diese Vermögensaufstellung beinhaltet alle Guthaben, wie die durch unabhängige Sachverständige festgestellten Immobilienwerte oder auch die liquiden Mittel für beispielsweise Immobilienneuankäufe oder auch Anteilscheinrückgaben. Abgezogen werden hiervon die Verbindlichkeiten. Dahinter verbergen sich unter anderem ausstehende Rechnungen oder Rückstellungen. Als Ergebnis erhält man so das Nettofondsvermögen. Dieses teilt man durch die Anzahl der ausgegebenen Anteilscheine und erhält so den Anteilspreis je Anteilschein. Dieser wird grundsätzlich werktäglich berechnet und auch veröffentlicht. Hier finden Sie den aktuellen Preis für den Swiss Life Living + Working. Hinter dem Anteilspreis steht folglich ein realer Wert in gleicher Höhe. Er ist neben dem Liquiditätsteil vor allem Ausdruck einer Investition in Realwerte – Immobilien.

Damit dabei auch alles seine Ordnung hat, wird die Anteilspreisermittlung von der jeweils zuständigen Depotbank überwacht und final freigegeben. Die Depotbank verwahrt das Fondsvermögen und unterliegt der Bankenaufsicht durch die BaFin.

Die Nordics – Vorreiter und Exporteur der grünen Transformation bei Immobilien

Die nordischen Länder sind nicht nur Investorenliebling, wie eine aktuelle Umfrage von Property Market Analysis (PMA) erneut unterstreicht, sondern auch Vorreiter bei der Nachhaltigkeit von Immobilien – ein Thema, das unter Anlegern mittlerweile fast unverzichtbar geworden ist. Für rund 70% der institutionellen Immobilieninvestoren haben ESG-Kriterien eine sehr hohe Bedeutung.

In den nordischen Länder anzulegen, bedeutet, in eine Region zu investieren, die sich der Nachhaltigkeit verschrieben hat: Bis 2030 wollen die Nordics zur nachhaltigsten Region der Welt werden. Bereits heute schon sind sie Pioniere in der Holz(hoch)bauweise. Holz gilt allgemein als umweltfreundlicher als die üblicherweise verwendeten Materialien wie Beton und Stahl. In Schweden sind rund 20% der neuen mehrstöckigen Gebäude aus Holz, Tendenz steigend. In Norwegen steht das aktuell höchste Holzhochhaus der Welt: Ein 18-stöckiges Holzhotel, das 86 Meter misst.

Doch die Skandinavier sind nicht nur Vorreiter im umweltfreundlichen Bauen, sondern auch in der Ausgabe nachhaltiger Anleihen, die nachhaltige Projekte/Investitionen finanzieren. Gerade die Immobilienunternehmen tragen zum Anstieg sogenannter nachhaltiger Schuldtitel in der Region bei. Die Immobilienbranche ist bei der Begebung nachhaltiger Anleihen recht weit vorne, da hier die Möglichkeit besteht, Einkommenszuwächse zu erzielen, z. B. durch Anpassung an die Bedürfnisse der Kunden, aber auch Kosten zu senken, z. B. bei Energie und Material – vor dem Hintergrund aktuell stark steigender Energie- und Materialkosten umso relevanter. Neben den Anforderungen der Mieter ist die Regulierung ein weiterer Treiber dieses Trends. So wurden 2021 knapp 10 Milliarden Euro an nachhaltigen Schuldtiteln von nordischen Immobilienunternehmen emittiert, und damit rund 80% mehr als 2020 und beinahe dreimal so viel wie 2018. Wobei ein Großteil, etwas mehr als Dreiviertel, der Emissionen auf Schweden entfällt. Mehr als 60% aller in Schweden begebenen Immobilienanleihen waren 2021 als „nachhaltig“ klassifiziert. Zudem ist Schweden, gemäß Pangea Partners, der größte Markt für grüne Immobilienanleihen in Europa, gefolgt von Frankreich, den Niederlanden und Deutschland.

 

Quelle: Nordea, keine Daten zu Dänemark verfügbar

Neben der Finanzierung nachhaltiger Immobilienprojekte haben sich die nordischen Bau- und Wohnungsbauminister jüngst zu dem Aktionsplan „Nordisches nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Bauen‟ bekannt, mit dem Ziel, der Industrie zu helfen, die CO2-Emissionen zu reduzieren und die Bauindustrie nachhaltiger zu gestalten. So hat das schwedische Amt für öffentliches Auftragswesen unlängst einen neuen Schritt-für-Schritt-Leitfaden für grüneres Bauen entwickelt. Dieser Leitfaden umfasst Nachhaltigkeitskriterien für die Bau- und Beschaffungsprozesse, um langfristig eine nachhaltige Stadtentwicklung zu unterstützen.

Die nordischen Länder beschränken sich aber nicht nur darauf, ihre eigene Region nachhaltig zu machen, sondern exportieren ihre Technologien auch. 2025 soll im Kanton Zürich ein neuer Rekord in der Holzhochbauweise aufgestellt werden: Mit 100 Metern soll das dann weltweit höchste Wohngebäude mit einer Tragkonstruktion aus Holz entstehen. Für die Entwicklung haben dänische Architekten den Zuschlag bekommen.

Durch seine Artikel 8 Klassifizierung bezieht der Swiss Life Living + Working ESG-Kriterien systematisch in seine Anlageentscheidung ein. Zudem ist der Fonds in Finnland investiert. Schweden, Dänemark und Norwegen sind weitere mögliche Investitionsländer im Fokus.

Termine

FONDSprofessionell KONGRESS 21. + 22. Juni 2022

Auf dem FONDSprofessionell KONGRESS treffen jedes Jahr über 220 Aussteller auf rund 6.000 Besucher. Somit zählt der FONDSprofessionell KONGRESS zu den größten seiner Art in Europa. Für einen Gesprächstermin vor Ort nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf.

* Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working, WKN: A2ATC3

Rechtliche Hinweise

Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information über die Produkte und Dienstleistungen der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Kaufempfehlung dar. Die Informationen können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Der Kauf von Anteilen an Investmentvermögen erfolgt immer ausschließlich auf Grundlage der im Zeitpunkt des Erwerbs jeweils aktuellen Verkaufsunterlagen des jeweiligen Investmentvermögens. Verkaufsunterlagen in diesem Sinne sind die wesentlichen Anlegerinformationen, der Verkaufsprospekt, die Allgemeinen und Besonderen Anlagebedingungen, die im Verkaufsprospekt enthalten sind, sowie der jeweils letzte Jahresbericht sowie ggf. nachfolgende Halbjahresbericht. Die Verkaufsunterlagen können kostenlos in Papierform bei der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Darmstädter Landstraße 125,
60598 Frankfurt unter der Tel. +49 69 2648642 123 angefordert werden oder in elektronischer Form unter www.livingandworking.de bezogen werden. Wir nehmen Datenschutz sehr ernst. Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier.