Immobilien als wichtige Säule in der Asset-Allokation

19.05.2026

In der Vermögensaufteilung gilt seit Jahrhunderten die sogenannte „Drei-Speichen-Regel. Bereits im Talmud findet sich die Anweisung „Man soll sein Vermögen stets in drei Teile teilen: Ein Drittel Land, ein Drittel Handelswaren und ein Drittel bar zur Hand.“ In der heutigen Zeit hört man diese Regel gerne übersetzt als „1/3 Immobilien1/3 Wertpapiere und 1/3 Gold“Dass diese jahrhundertealte Anlage-Regel auch heutzutage noch befolgt wird, zeigt ein Blick auf die Vermögenaufteilung europäischer Family Offices. Augenfällig ist der hohe Anteil von Immobilien (56,6 %). 

KINGSTONE RE, Befragung von 32 Family Offices, Umfrage im August/September 2025

Vorteile von Immobilien in der strategischen Asset-Allokation 

Die relativ hohe Gewichtung von Immobilien in den Portfolios von Family Offices begründet sich aus verschiedenen Faktoren: Als reale Vermögenswerte bieten Immobilien u.a. Stabilität, Inflationsschutz und regelmäßige Einnahmen und tragen zu einer ausgewogenen Risikostruktur bei. Darüber hinaus profitieren sie von langfristigen Megatrends, wie der Urbanisierung und dem demografischen Wandel, was ihre strategische Relevanz weiter unterstreicht.  

Diversifikation innerhalb der Assetklasse 

Doch auch innerhalb der Assetklasse ist eine breite Streuung ratsam und wird in der Praxis angewendet, nicht nur im Living + Working, sondern auch von Family Offices. Ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio über die Nutzungsarten Wohnen, Gesundheit, Büro und Einzelhandel reduziert Wertschwankungen und stärkt die Krisenresilienz. Unterschiedliche Nachfrage- und Nutzerstrukturen sorgen für stabile, unabhängige Ertragsquellen. Diese sektorübergreifende Streuung wirkt insbesondere in volatilen Marktphasen stabilisierend und erhöht die Planungssicherheit.  

Europäische Immobilienmärkte als Stabilitätsanker 

Europa bietet durch starke Rechtsrahmen, transparente Märkte und eine hohe Standortqualität eine solide Grundlage für langfristige Immobilienanlagen. Eine regionale Streuung innerhalb Europas erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber lokalen Schwankungen. Zudem profitieren europäische Fonds vom hohen Vertrauen institutioneller und privater Anleger in den europäischen Immobilienmarkt. 

Nachhaltige Erträge und Cashflow-Stabilität 

Immobilien generieren zuverlässige, durch Verträge abgesicherte, Mieteinnahmen und wirken damit stabilisierend auf die Portfolioerträge – im Gegensatz zu Aktien. Langfristige Mietverträge, insbesondere im Gesundheits- und Wohnsegment, bieten zusätzliche Prognosesicherheit. Zudem entwickeln sich Mieten in vielen Regionen weitgehend unabhängig von kurzfristigen Schwankungen an den Kapitalmärkten. Miteinnahmen im Gesundheits- und Wohnsegment sind zudem relativ konjunkturunabhängig. 

 Immobilien im Wettbewerb zu Aktien, Anleihen und Gold 

Immobilien stehen mittlerweile wieder im Wettbewerb zu liquiden Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Gold. Während Aktien und ETFs in Aktien hohe Liquidität und kurzfristige Renditechancen bieten, zeichnen sich Immobilien durch stabile Cashflows und geringe Wertschwankungen aus. Durch die weltweit zunehmenden Krisen und die damit verbundenen Unsicherheiten könnte das Interesse an Sachwerten in Europa zunehmen. Im Vergleich zu Anleihen ermöglichen Immobilien einen besseren Inflationsschutz. Und während Gold zwar Sicherheit bietet, generiert es keine laufenden Erträge.  

 Immobilien als essenzieller Teil einer ausgewogenen Vermögensallokation 

In einem ausgewogenen Portfolio konkurrieren Immobilien nicht mit anderen Anlageklassen, sondern ergänzen sie. Denn sie liefern regelmäßige Mieteinnahmen und entwickeln sich oft anders als die Finanzmärkte. Eine Beimischung von Immobilien im Portfolio federt Wertschwankungen ab und bietet langfristig verlässliche Erträge durch Mieteinnahmen. Durch das Zusammenspiel von Sachwerten und liquiden Assets entsteht ein robustes, widerstandsfähiges Portfolio, das unterschiedlichste Marktphasen besser ausgleichen kann. Durch eine Investition in den Living + Working ist es Anlegern möglich, in ein über Europa diversifiziertes Immobilienportfolio zu investieren, und somit eine Speiche der „Drei-Speichen-Regel“ erfolgreich abzudecken.  

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