Die EPBD: neue Spielregeln für Gebäude in Europa

03.06.2026

Rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und mehr als ein Drittel der CO-Emissionen in Europa entfallen auf Gebäude. Genau dort setzt die EPBD – genauer: die „Energy Performance of Buildings Directive“ – der Europäischen Union an. Ihr Ziel: den Gebäudebestand Schritt für Schritt energieeffizienter und emissionsärmer aufzustellen. 

Die Richtlinie wurde Anfang der 2000er-Jahre erstmals eingeführt. Seitdem hat die EU sie mehrfach weiterentwickelt und an neue klima- und energiepolitische Ziele angepasst. Mit dem European Green Deal rückte das Thema zusätzlich in den Mittelpunkt europäischer Politik. 

Vom Energiestandard zur Zukunftsstrategie 

Mit der überarbeiteten Fassung aus dem Jahr 2024 geht die EPBD deutlich weiter als frühere Versionen. Im Fokus stehen unter anderem die Senkung von CO-Emissionen, die Modernisierung des Gebäudebestands sowie der stärkere Einsatz digitaler Gebäudetechnik und intelligenter Energiesysteme. Gleichzeitig soll mehr Transparenz über Energieverbrauch und Gebäudeperformance entstehen. Die EU-Mitgliedstaaten müssen die Richtlinie nun bis spätestens 29. Mai 2026 in nationales Recht überführen. 

Damit gewinnen Gebäudequalitäten an Bedeutung, die moderne technische Infrastruktur und nachhaltige Betriebskonzepte miteinander verbinden. Unser Fondsmanagement beobachtet die weitere Entwicklung der EPBD daher aufmerksam und bewertet fortlaufend, welche Chancen sich daraus langfristig für moderne Immobilienstrategien ergeben.  

Wie Deutschland die EPBD konkret umgesetzt hat – denn das ist bislang nicht final geklärt – und welche Auswirkungen daraus für die Immobilienbranche entstehen könnten, beleuchten wir in der nächsten Ausgabe. 

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt mit Freunden teilen!