Swiss Life Living + Working* Newsletter August 2026
Liebe Leserinnen und Leser des Living + Working-Newsletters,
wo kaufen wir gerne ein? Wo fühlen wir uns wohl? Es gibt Orte, die wir im Alltag ganz selbstverständlich ansteuern. Gerade diese Orte haben oft auch langfristig Bestand. Denn gefragt bleiben vor allem Immobilien, deren Nutzungen sich an den Bedürfnissen der Menschen orientieren.
Dieser Gedanke zieht sich durch die aktuelle Ausgabe unseres Newsletters. Mit dem Casinopark in Wentorf stellen wir ein Quartier vor, das Alltag, Versorgung und langfristige Nachfrage miteinander verbindet. Dass Vieles, was unseren Alltag prägt, auf den ersten Blick gar nicht sichtbar ist, macht Philip Rauh in „The Insider“ erlebbar: Er nimmt uns mit zu Infrastrukturprojekten und erklärt, was hinter ihnen steckt. Ergänzend werfen wir einen Blick auf die Entwicklung der europäischen Investmentmärkte und beleuchten die Situation am Wohnungsmarkt.
Viel Freude beim Lesen!
Ihr Redaktionsteam des Living + Working-Newsletters
Casinopark in Wentorf
Schnell noch ein paar Äpfel kaufen, ein Medikament in der Apotheke abholen, einen Kaffee auf dem Marktplatz trinken – viele Wege des Alltags führen durch den Casinopark in Wentorf bei Hamburg. Genau diese Nähe zu den Bedürfnissen der Menschen macht das Quartier zu einem wichtigen Versorgungs- und Begegnungsort in der Region.
Auf dem Gelände einer ehemaligen Bundeswehrkaserne entstand ein modernes Stadtteilzentrum, das Einzelhandel, Gesundheitsangebote, Wohnen, Büros und Gastronomie miteinander verbindet. Rund um den zentralen Marktplatz bieten Ankermieter wie Edeka, Aldi und Rossmann gemeinsam mit einer Apotheke, einem Vitalcenter sowie weiteren Dienstleistungs- und Gastronomieangeboten alles, was man im Alltag benötigt.
Dabei verbindet der Casinopark historische Elemente, wie die für Norddeutschland typische Backsteinarchitektur, mit einer modernen, offenen Gestaltung und guter Erreichbarkeit. So entsteht ein Quartier mit hoher Aufenthaltsqualität, das sich selbstverständlich in sein Umfeld einfügt.
Für das Portfolio des Living + Working Fonds ist der Casinopark damit ein Beispiel für eine Immobilie mit langfristiger Relevanz. Während der Lebensmittelhandel von seiner hohen Krisenresistenz profitiert, stärken Wohnen, Gesundheit und Dienstleistungen die Nutzungsvielfalt und schaffen damit eine solide Grundlage für langfristig stabile Erträge.
The Insider: Infrastruktur aus nächster Nähe erleben
Mit The Insider hat Swiss Life Asset Managers eine Videoreihe gestartet, die exklusive Einblicke in die Welt der Infrastruktur bietet. Gemeinsam mit Philip Rauh, Head Operations Infrastructure, konnten Zuschauerinnen und Zuschauer ausgewählte Infrastrukturprojekte besuchen und erfahren, wie diese Anlagen funktionieren, betrieben werden und unseren Alltag ermöglichen.
Im Mittelpunkt der Reihe stehen die Menschen, Technologien und Geschäftsmodelle hinter einer Anlageklasse, die oft erst dann wahrgenommen wird, wenn sie nicht mehr funktioniert. Von Energieversorgung über Mobilität bis hin zu weiteren essenziellen Dienstleistungen zeigt The Insider, welche Bedeutung Infrastruktur für Wirtschaft und Gesellschaft hat.

The Insider: Philip Rauh gibt exklusive Einblicke in ausgewählte Infrastrukturprojekte und die Menschen dahinter.
Europas Immobilieninvestmentmärkte erholen sich weiter – institutionelle Investoren bleiben auf Distanz
Die stetige Erholung der europäischen Immobilieninvestmentmärkte hält auch zur Jahresmitte 2026 an. Zwar bremsen der Nahostkonflikt, höhere Energiepreise und die jüngste Zinserhöhung der EZB die Dynamik, dennoch steigen die Transaktionsvolumina moderat weiter. Gleichzeitig sorgt das hohe Angebot dafür, dass vor allem opportunistische Investoren aktiv werden. Verkäufer müssen dagegen häufig Preisabschläge akzeptieren.
Auffällig bleibt jedoch die Zurückhaltung institutioneller Investoren: Ihr Marktanteil fiel auf den niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre, während offene Fonds aktuell praktisch nicht als Käufer in Erscheinung treten. Gleichzeitig profitieren insbesondere Living-, aber auch Working-Objekte von der fortschreitenden Markterholung.
Die Erholung der Investmentmärkte schreitet langsam voran – offene Fonds bleiben nahezu abwesend
Der europäische Immobilieninvestmentmarkt setzte seinen Erholungskurs trotz geopolitischen Gegenwinds auch im ersten Halbjahr 2026 fort, wenn auch mit gedrosseltem Tempo. Das Transaktionsvolumen erreichte knapp 105 Mrd. EUR bei rund 15 200 Objekttransaktionen. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Plus von 3 % beim Volumen und 11 % bei der Zahl der Transaktionen. Institutionelle Investoren agieren jedoch weiterhin zurückhaltend. Ihr Marktanteil lag im ersten Halbjahr 2026 bei lediglich 41 % und damit auf dem niedrigsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Besonders auffällig ist die nahezu vollständige Abwesenheit offener Fonds: Mit einem Marktanteil von nur 0,2 % traten sie praktisch nicht als Käufer am europäischen Investmentmarkt in Erscheinung.
Quelle: bulwiengesa, Stand: Mai 2026
Nahostkonflikt und EZB bremsen die Dynamik
Die Eskalation des Konflikts zwischen Israel, den USA und dem Iran hat die Inflationserwartungen und Energiepreise steigen lassen. Gleichzeitig erhöhte die Europäische Zentralbank im Juni 2026 ihre Leitzinsen um 25 Basispunkte. Anleger agieren zwar vorsichtiger, richten ihren Fokus jedoch verstärkt auf langfristige Fundamentaldaten statt auf kurzfristige Zinsbewegungen.
Living bleibt die bevorzugte Anlage
Living-Objekte, zu denen neben klassischen Mietwohnungen auch Studentenwohnen und Gesundheitsimmobilien zählen, vereinen mittlerweile knapp 30 % des europäischen Transaktionsvolumens. Die Attraktivität des Sektors wird sowohl von strukturellen als auch von demografischen Faktoren getragen. Wohnungsmangel, geringe Fertigstellungen und eine hohe Nachfrage stützen die Entwicklung ebenso wie der steigende Pflegebedarf.
Büroinvestments fokussieren sich auf Qualität
Auch der Bürosektor zeigt sich robuster als vielfach erwartet. Mit einem Anteil von 23 % am Transaktionsvolumen und einem Wachstum von 7 % gegenüber H1 2025 untermauert er seine Relevanz innerhalb der Assetklasse Immobilien. Wobei sich die Nachfrage auf moderne, ESG-konforme Büroobjekte in (sehr) guten Lagen konzentriert. Diese profitieren von unzureichender Neubautätigkeit und stabiler Flächennachfrage. Der sogenannte Flight-to-Quality bleibt das charakteristische Thema dieses Sektors.
Einzelhandel überzeugt mit stabilen Erträgen
Im Handelssektor profitieren vor allem Nahversorger und Fachmarktzentren von resilienten Cashflows. Zudem gewinnen hochwertige Einzelhandelsimmobilien in europäischen Top-Lagen wieder an Aufmerksamkeit. Anzeichen hierfür liefern sowohl die zunehmende Zahl großvolumiger Transaktionen als auch die Rückkehr institutionellen Kapitals.
Stabilität der Spitzenrenditen trotz mehr Transaktionen
Die Unsicherheiten infolge des Nahostkonflikts sowie die Zinserhöhung der EZB verhinderten in H1 2026 eine Fortsetzung der Renditekompression. Die durchschnittliche europäische Spitzenrendite für Büroimmobilien stieg von 5,37 % auf 5,39 %, für Highstreet-Einzelhandelsimmobilien von 4,76 % auf 4,77 %. Für deutsche Wohnimmobilien blieben die Spitzenrenditen weitgehend stabil.
Fazit: Die Erholung setzt sich schrittweise fort
Trotz erhöhter geopolitischer Unsicherheiten bleibt der Ausblick für die europäischen Immobilieninvestmentmärkte positiv. Viele Transaktionen wurden lediglich verschoben, befinden sich aber weiterhin in der Pipeline. Solide Vermietungsmärkte, ein begrenztes Angebot und stabile Mietwachstumsperspektiven stützen insbesondere den Living-Sektor sowie strukturell begünstigte Nutzungsarten wie Nahversorgungsimmobilien. Die Erholung erfolgt jedoch bislang ohne breite Unterstützung institutioneller Investoren. Der historisch niedrige Marktanteil institutionellen Kapitals und die nahezu vollständige Abwesenheit offener Fonds zeigen, dass wichtige Käufergruppen weiterhin zurückhaltend agieren. Eine stärkere Marktbelebung dürfte daher auch davon abhängen, ob diese Investoren im weiteren Jahresverlauf an den Markt zurückkehren.
Wohnen unter Druck: Warum die Nachfrage weiter steigt
Mehr Haushalte, zu wenig Neubau, steigende Mieten: Europas Wohnungsmärkte stehen weiterhin unter Druck. Nach aktuellen Analysen unseres Research-Teams stiegen die Mieten zwischen 2015 und 2025 europaweit deutlich gestiegen sind: in Deutschland um 18 Prozent, in den Niederlanden um 29 Prozent, in Österreich um 47 Prozent und in Irland sogar um 74 Prozent. Die hohe Nachfrage spiegelt sich auch am Investmentmarkt wider: Im ersten Halbjahr 2026 entfielen 27 Prozent des europäischen Transaktionsvolumens auf Wohnimmobilien, 2025 waren es noch 21 Prozent.
Die Ursachen dieser Entwicklung sind vor allem struktureller Natur. In vielen Wachstumsregionen steigt die Zahl der Haushalte, während die Bautätigkeit hinter dem Bedarf zurückbleibt. In der EU stieg der Anteil der Einpersonenhaushalte von 36,8 Prozent im Jahr 2015 auf 40,5 Prozent im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von rund zwölf Millionen Haushalten.
Für Deutschland werden 2026 rund 185 000 Fertigstellungen erwartet, bei einem jährlichen Bedarf von etwa 320 000 Wohnungen. Zugleich wird Wohneigentum für viele Haushalte schwerer finanzierbar, wodurch der Mietmarkt zusätzlich an Bedeutung gewinnt.
Für Investoren ergeben sich daraus langfristige Chancen auf Mietwachstum, insbesondere in wirtschaftsstarken Städten und Regionen mit anhaltendem Bevölkerungszuzug. Gleichzeitig verlangt der Markt eine sorgfältige Auswahl: Bezahlbarkeit, Regulierung, Lage und Wohnungsgröße entscheiden darüber, wo steigende Nachfrage auch in tragfähige Erträge übersetzt werden kann.
Konjunktur Perspektiven
Um erfolgreiche Investitionsentscheidungen zu treffen, ist eine gründliche Analyse unerlässlich. Daher präsentieren wir Ihnen die wirtschaftlichen Aussichten, die vom Research-Team von Swiss Life erstellt wurden.
Termine
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* Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working, WKN: A2ATC3
¹ EY Digitalisierungsstudie, https://www.ey.com/de_de/insights/strategy-transactions/ey-real-estate-digitalisierungsstudie-2025
Rechtliche Hinweise
Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information über die Produkte und Dienstleistungen der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Kaufempfehlung dar. Die Informationen können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Der Kauf von Anteilen an Investmentvermögen erfolgt immer ausschließlich auf Grundlage der im Zeitpunkt des Erwerbs jeweils aktuellen Verkaufsunterlagen des jeweiligen Investmentvermögens. Verkaufsunterlagen in diesem Sinne sind das Basisinformationsblatt, der Verkaufsprospekt, die Allgemeinen und Besonderen Anlagebedingungen, die im Verkaufsprospekt enthalten sind, sowie der jeweils letzte Jahresbericht sowie ggf. nachfolgende Halbjahresbericht. Die Verkaufsunterlagen können kostenlos in Papierform bei der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Darmstädter Landstraße 125,
60598 Frankfurt unter der Tel. +49 69 2648642 123 angefordert werden oder in elektronischer Form unter www.livingandworking.de bezogen werden. Wir nehmen Datenschutz sehr ernst. Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier.
