Swiss Life Living + Working* Newsletter April 2025
Liebe Leserinnen und Leser des Living + Working-Newsletters,
die Märkte sortieren sich neu und eröffnen damit Raum für klare Strategien und langfristige Perspektiven. In dieser Ausgabe zeigen wir, worauf es jetzt ankommt und warum Diversifikation im Portfolio entscheidend ist.
Dr. Andri Eglitis, Head Research bei Swiss Life Asset Managers in Deutschland, ordnet für uns im Interview die aktuelle Marktlage ein und gibt Einblicke, wo sich Chancen für Immobilieninvestoren ergeben und welche Nutzungsarten langfristig besonders zukunftsfähig sind.
Mit dem „AVE 5“ in Frankfurt stellen wir ein Life-Science-Objekt aus dem Portfolio des Living + Working vor, das beispielhaft für Innovation, Wachstum und die strategische Ausrichtung des Fonds steht.
Außerdem beleuchtet unser Research-Team die Rolle von Immobilien in der Asset-Allokation und zeigt, warum Immobilien ein stabilisierender Baustein ausgewogener Portfolios bleiben.
Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!
Ihr Redaktionteam des Living + Working Newsletters
„AVE 5” in Frankfurt – Life Science im Wachstumscluster
Mit dem „AVE 5“ auf dem Frankfurter Riedberg holt der Living + Working ein Stück Zukunft ins Portfolio. Die Multi-Tenant-Immobilie mit rund 8.330 Quadratmetern Mietfläche liegt im Herzen der „Science-City“, einem Standort, an dem Forschung, Innovation und Unternehmertum eng verzahnt sind.
Direkt neben dem Campus Riedberg der Goethe-Universität und renommierten Instituten wie den Max-Planck-Einrichtungen entsteht ein Umfeld, das gezielt auf die Bedürfnisse der Life-Science- und Biotechnologiebranche ausgerichtet ist. Die Mieterstruktur reicht von innovativen Start-ups bis hin zu etablierten Unternehmen. Ankermieter ist das Frankfurter Innovationszentrum Biotechnologie (FiZ), das als Katalysator für die Branche fungiert. Kurze Wege, gute Anbindung und ein dynamisches Umfeld machen den Standort zusätzlich attraktiv.
Für den Living + Working ist das AVE 5 mehr als eine klassische Büroimmobilie. Es steht für eine Assetklasse, die von langfristigen Trends wie medizinischem Fortschritt und steigender Forschungsintensität getragen wird. Mit Life Science-Objekten wie dem AVE 5 bringt der Living + Working eine zusätzliche Qualität ins Portfolio: stabile Nachfrage, hohe Innovationskraft und eine enge Verzahnung mit gesellschaftlich relevanten Entwicklungen.
„Europa bringt die Voraussetzungen mit, um auch in einem unsicheren Umfeld Stabilität zu bieten.”
Herr Dr. Eglitis, derzeit dominieren geopolitische Unsicherheiten und negative Schlagzeilen die Wahrnehmung. Wo sehen Sie aktuell positive Signale – insbesondere für Immobilieninvestoren in Europa?
Ich denke, man sollte sich von den Schlagzeilen nicht zu sehr beeinflussen lassen. Europa hat in den vergangenen Jahren gelernt, sich stärker eigenständig aufzustellen, und genau das wirkt jetzt stabilisierend. Im Vergleich zu anderen großen Märkten verfügt Europa über klare Stärken: politische und rechtliche Stabilität, eine starke Forschungslandschaft, eine gut ausgebaute Infrastruktur und qualifizierte Arbeitskräfte.
Auch die aktuellen Turbulenzen an den Ölmärkten bestätigen den Kurs der Europäischen Union. Mit dem Green Deal hat sie die notwendigen Schritte in der Energiewende eingeläutet, um unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Diese frühzeitige Umsicht zeigt sich jetzt als stabilisierender Faktor an den europäischen Immobilienmärkten. Und am Ende bleiben die fundamentalen Treiber intakt, unabhängig von kurzfristigen geopolitischen Entwicklungen.
Wie bewerten Sie die Entwicklung der deutschen Immobilienmärkte im Vergleich zu anderen europäischen Ländern?
Deutschland wurde zuletzt sicherlich etwas ausgebremst, vor allem durch konjunkturelle Unsicherheiten und politische Reformen. Gleichzeitig sind jetzt positive Impulse erkennbar, etwa durch fiskalische Maßnahmen der Regierung. Viele Investoren setzen darauf, dass Deutschland als Wirtschafts- und Investitionsstandort wieder an Stärke gewinnt. Diese Einschätzung teile ich grundsätzlich.
Der Transaktionsmarkt zeigt weiterhin Erholungstendenzen. Ist das bereits eine Trendwende oder noch eine Zwischenphase?
Die eigentliche Zwischenphase liegt hinter uns. Die Preisanpassungen wurden weitgehend vollzogen und vom Markt akzeptiert. Wir befinden uns jetzt wieder im „Normalmodus“, allerdings auf einem höheren Zinsniveau als in der Nullzinsphase, an die sich viele Akteure gewöhnt hatten. Eine große Trendwende ist daher nicht zu erwarten, sondern eher ein schrittweises Aufwärtspendeln.
Was treibt die Wertentwicklung von Immobilien aktuell stärker: der Markt oder das Asset Management?
Ich würde sagen, beides spielt zusammen, aber das Asset Management ist derzeit der aktivere Teil. Die Mietmärkte liefern vielerorts weiterhin Rückenwind, zum Beispiel durch Angebotsknappheit und steigende Mieten. Entscheidend ist, diese „Vorlage“ auch umzusetzen. Und genau hier trennt sich in der Praxis oft die Spreu vom Weizen. Gerade in einem anspruchsvollen Marktumfeld zeigt sich die Qualität des Asset Managements, indem es Lösungen findet und Potenziale hebt.
Welche Risiken sollten Investoren aktuell besonders im Blick behalten und wie lassen sie sich steuern?
Das zentrale Risiko bleibt die geopolitische Entwicklung, insbesondere mit Blick auf Inflation und Zinsen. Darauf hat die Immobilienwirtschaft naturgemäß nur begrenzten Einfluss. Wir sitzen zwar nicht am Steuer, können aber die Weichen stellen. Das bedeutet, entlang langfristiger Megatrends zu investieren oder gezielt Opportunitäten zu nutzen. Gleichzeitig sehe ich aktuell durchaus attraktive Einstiegsmöglichkeiten im europäischen Immobilienmarkt.
Welche Erwartungen haben Sie für die kommenden 12 bis 24 Monate für den europäischen Immobilienmarkt?
Die Mietmärkte dürften in konjunktursensiblen Segmenten zunächst gedämpft bleiben, könnten sich bei einer Stabilisierung der Wirtschaft jedoch wieder beleben. Am Investmentmarkt beobachten wir nach wie vor eine gewisse Zurückhaltung. Transaktionen dauern länger, Verhandlungen sind intensiver und Finanzierungen anspruchsvoller. Punktuelle Preisanpassungen nach unten sind möglich, bieten aber auch gute Einstiegschancen für Investoren, die sich auf längere Transaktionsprozesse einstellen. Mit Blick auf die kommenden Jahre erwarten wir eine Rückkehr zu einem moderat positiven Marktumfeld.
Welche Nutzungsarten halten Sie langfristig für besonders zukunftsfähig?
Besonders gute Perspektiven sehen wir in den Nutzungsarten, die wir in unserer „4L-Strategie“ zusammenfassen: Living, Life Science, Logistik und Light Industrial. Diese Segmente profitieren von strukturellen und gesellschaftlichen Trends und bieten aus unserer Sicht die besten Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum.
Vier gewinnt. Seit 1952.
Harry Markowitz, Nobelpreisträger und Begründer der modernen Portfoliotheorie, hat damals gezeigt: Stabilität entsteht nicht durch einzelne starke Assets, sondern durch ihr Zusammenspiel.*
Was einfach klingt, wird in der Praxis oft verfehlt. Viele Portfolios sind breit aufgestellt – und reagieren im entscheidenden Moment doch gleich.
Der Living + Working setzt genau hier an. Wohnen, Gesundheit, Büro und Einzelhandel folgen unterschiedlichen Zyklen und reagieren verschieden auf ökonomische Impulse. Ergänzt um Life Science entsteht ein Gefüge, das nicht auf Gleichlauf angewiesen ist.
Entscheidend ist dabei nicht nur die Anzahl der Nutzungsarten, sondern auch ihre gezielte Kombination. Während Wohn- und Gesundheitsimmobilien durch strukturelle Nachfrage und langfristige Mietverträge Stabilität bieten, ermöglichen Büro- und Einzelhandelsimmobilien zusätzliche Ertragspotenziale in sich wandelnden Märkten. Life Science wiederum bringt ein innovationsgetriebenes Wachstumssegment ins Portfolio. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass sich Marktbewegungen nicht eins zu eins auf das gesamte Portfolio auswirken.
Für Anleger bedeutet das: weniger Abhängigkeit von einzelnen Marktbewegungen, planbarere Erträge und eine robuste Portfoliostruktur. Diversifikation ist damit kein Zusatz, sondern ein zentrales Prinzip – und einer der Gründe, warum der Living + Working auf Stabilität mit Perspektive setzt.
Oder anders gesagt: Im Living + Working steckt nicht nur Diversifikation, sondern auch jede Menge Markowitz.
Unser Research-Team ordnet ein: Immobilien als wichtige Säule in der Asset-Allokation
In der Vermögensaufteilung gilt seit Jahrhunderten die sogenannte „Drei-Speichen-Regel“. Bereits im Talmud findet sich die Anweisung „Man soll sein Vermögen stets in drei Teile teilen: Ein Drittel Land, ein Drittel Handelswaren und ein Drittel bar zur Hand.“ In der heutigen Zeit hört man diese Regel gerne übersetzt als „1/3 Immobilien, 1/3 Wertpapiere und 1/3 Gold“. Dass diese jahrhundertealte Anlage-Regel auch heutzutage noch befolgt wird, zeigt ein Blick auf die Vermögenaufteilung europäischer Family Offices. Augenfällig ist der hohe Anteil von Immobilien (56,6 %).
KINGSTONE RE, Befragung von 32 Family Offices, Umfrage im August/September 2025
Vorteile von Immobilien in der strategischen Asset-Allokation
Die relativ hohe Gewichtung von Immobilien in den Portfolios von Family Offices begründet sich aus verschiedenen Faktoren: Als reale Vermögenswerte bieten Immobilien u.a. Stabilität, Inflationsschutz und regelmäßige Einnahmen und tragen zu einer ausgewogenen Risikostruktur bei. Darüber hinaus profitieren sie von langfristigen Megatrends, wie der Urbanisierung und dem demografischen Wandel, was ihre strategische Relevanz weiter unterstreicht.
Diversifikation innerhalb der Assetklasse
Doch auch innerhalb der Assetklasse ist eine breite Streuung ratsam und wird in der Praxis angewendet, nicht nur im Living + Working, sondern auch von Family Offices. Ein breit diversifiziertes Immobilienportfolio über die Nutzungsarten Wohnen, Gesundheit, Büro und Einzelhandel reduziert Wertschwankungen und stärkt die Krisenresilienz. Unterschiedliche Nachfrage- und Nutzerstrukturen sorgen für stabile, unabhängige Ertragsquellen. Diese sektorübergreifende Streuung wirkt insbesondere in volatilen Marktphasen stabilisierend und erhöht die Planungssicherheit.
Europäische Immobilienmärkte als Stabilitätsanker
Europa bietet durch starke Rechtsrahmen, transparente Märkte und eine hohe Standortqualität eine solide Grundlage für langfristige Immobilienanlagen. Eine regionale Streuung innerhalb Europas erhöht die Widerstandsfähigkeit gegenüber lokalen Schwankungen. Zudem profitieren europäische Fonds vom hohen Vertrauen institutioneller und privater Anleger in den europäischen Immobilienmarkt.
Nachhaltige Erträge und Cashflow-Stabilität
Immobilien generieren zuverlässige, durch Verträge abgesicherte, Mieteinnahmen und wirken damit stabilisierend auf die Portfolioerträge – im Gegensatz zu Aktien. Langfristige Mietverträge, insbesondere im Gesundheits- und Wohnsegment, bieten zusätzliche Prognosesicherheit. Zudem entwickeln sich Mieten in vielen Regionen weitgehend unabhängig von kurzfristigen Schwankungen an den Kapitalmärkten. Miteinnahmen im Gesundheits- und Wohnsegment sind zudem relativ konjunkturunabhängig.
Immobilien im Wettbewerb zu Aktien, Anleihen und Gold
Immobilien stehen mittlerweile wieder im Wettbewerb zu liquiden Anlageklassen wie Aktien, Anleihen und Gold. Während Aktien und ETFs in Aktien hohe Liquidität und kurzfristige Renditechancen bieten, zeichnen sich Immobilien durch stabile Cashflows und geringe Wertschwankungen aus. Durch die weltweit zunehmenden Krisen und die damit verbundenen Unsicherheiten könnte das Interesse an Sachwerten in Europa zunehmen. Im Vergleich zu Anleihen ermöglichen Immobilien einen besseren Inflationsschutz. Und während Gold zwar Sicherheit bietet, generiert es keine laufenden Erträge.
Immobilien als essenzieller Teil einer ausgewogenen Vermögensallokation
In einem ausgewogenen Portfolio konkurrieren Immobilien nicht mit anderen Anlageklassen, sondern ergänzen sie. Denn sie liefern regelmäßige Mieteinnahmen und entwickeln sich oft anders als die Finanzmärkte. Eine Beimischung von Immobilien im Portfolio federt Wertschwankungen ab und bietet langfristig verlässliche Erträge durch Mieteinnahmen. Durch das Zusammenspiel von Sachwerten und liquiden Assets entsteht ein robustes, widerstandsfähiges Portfolio, das unterschiedlichste Marktphasen besser ausgleichen kann. Durch eine Investition in den Living + Working ist es Anlegern möglich, in ein über Europa diversifiziertes Immobilienportfolio zu investieren, und somit eine Speiche der „Drei-Speichen-Regel“ erfolgreich abzudecken.
Konjunktur Perspektiven
Um erfolgreiche Investitionsentscheidungen zu treffen, ist eine gründliche Analyse unerlässlich. Daher präsentieren wir Ihnen die wirtschaftlichen Aussichten, die vom Research-Team von Swiss Life erstellt wurden.
Termine
Kommende Veranstaltungen: Vernetzen, lernen & entdecken!
Finden Sie alle Events, Kongresse & Webinare in der Eventübersicht. Wir freuen uns auf Sie.
Aktuelle Publikationen
März-Factsheet
Alle relevanten Daten und Kennzahlen im Überblick. Jeden Monat neu. Zum Download.
* Swiss Life REF (DE) European Real Estate Living and Working, WKN: A2ATC3
* https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/harry-markowitz-18990437.html
Rechtliche Hinweise
Die in dieser Veröffentlichung enthaltenen Angaben dienen ausschließlich der allgemeinen Information über die Produkte und Dienstleistungen der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH und stellen weder eine Anlageberatung noch eine Kaufempfehlung dar. Die Informationen können und sollen eine individuelle Beratung durch hierfür qualifizierte Personen nicht ersetzen. Angaben zur bisherigen Wertentwicklung oder Prognosen sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung. Der Kauf von Anteilen an Investmentvermögen erfolgt immer ausschließlich auf Grundlage der im Zeitpunkt des Erwerbs jeweils aktuellen Verkaufsunterlagen des jeweiligen Investmentvermögens. Verkaufsunterlagen in diesem Sinne sind das Basisinformationsblatt, der Verkaufsprospekt, die Allgemeinen und Besonderen Anlagebedingungen, die im Verkaufsprospekt enthalten sind, sowie der jeweils letzte Jahresbericht sowie ggf. nachfolgende Halbjahresbericht. Die Verkaufsunterlagen können kostenlos in Papierform bei der Swiss Life Kapitalverwaltungsgesellschaft mbH, Darmstädter Landstraße 125,
60598 Frankfurt unter der Tel. +49 69 2648642 123 angefordert werden oder in elektronischer Form unter www.livingandworking.de bezogen werden. Wir nehmen Datenschutz sehr ernst. Unsere Datenschutzhinweise finden Sie hier.