Der Begriff der Kapitalanlagegesellschaft (KAG) wurde nach der Einführung des Kapitalanlagegesetzbuchs (KAGB) 2013 durch "Kapitalverwaltungsgesellschaft" ersetzt.

Das Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB) ersetzt seit der Einführung im Jahr 2013 das Investmentgesetz. Es setzt die europäischen Richtlinien OGAW und AIFM in deutsches Recht um und bildet den rechtlichen Rahmen für nach deutschem Recht aufgelegte Investmentfonds.

Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) ist im KAGB definiert und geregelt. Sie verwaltet Investmentfonds für gemeinschaftliche Rechnung der Anleger. Je nach Art der verwalteten Investmentvermögen unterscheiden sich OGAW-KVG und AIF-KVG. Immobilienfonds werden von AIF-KVGs verwaltet.

Seit dem 1. Juli 2011 ist jeder Investmentfonds verpflichtet ein Informationsblatt zu erstellen, welches einen Überblick über die wichtigsten Eckpunkte des Fonds aufzeigt. Diese wesentlichen Anlegerinformationen (Key Information Document (KID)) greifen alles auf, was für eine Anlageentscheidung relevant ist und fassen es kompakt auf 2 DIN-A4-Seiten zusammen.

Neben den formalen Angaben wie der Bezeichnung des Investmentfonds, müssen eine kurze Beschreibung der Ziele, der Anlagepolitik, das Risiko- und Ertragsprofil, die Kosten des Fonds sowie die historische Wertentwicklung enthalten sein. 

Das KID, welches mind. einmal jährlich erneuert wird, soll den Anlegern helfen, einen Fonds zu verstehen, ihn zu vergleichen und die Entscheidung vereinfachen, ob genau dieser Fonds zu den eigenen Anlagezielen passt.

Siehe auch: