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Stadtportrait «Potsdam»

Helsinki, mit einer Fläche von 715 Quadratkilometern, liegt im Süden des Landes in der Landschaft Uusimaa an der Küste des Finnischen Meerbusens. Über 100 Kilometer Küstenlinie mit vielen Buchten und rund 300 vorgelagerten kleinen Felsinseln, sogenannten Schären, prägen das landschaftliche Erscheinungsbild. Helsinki ist die nördlichste Hauptstadt innerhalb der EU. Sie ist in insgesamt 54 Stadtteile untergliedert. Zusammen mit den Nachbarstädten Espoo, Vantaa und Kauniainen ist die Stadt zu einer zusammenhängenden Agglomeration verwachsen: Politisch sind sie vier eigenständige Städte und bilden die Hauptstadtregion, faktisch bilden sie eine Großstadt mit rund einer Million Einwohnern.

Neben Finnisch ist Schwedisch die offizielle Zweitsprache. Straßennamen sind somit zweisprachig genauso wie Ansagen in Nahverkehrsmitteln. 1550 wurde Helsinki unter dem schwedischen Namen Helsinge fors gegründet. Damals gehörte Finnland zu Schweden, 1809 ging es – infolge des verlorenen Russisch-Schwedischen Krieges fast vollständig zerstört – an Russland über. 1812 wurde es Hauptstadt des neu gegründeten Großfürstentums Finnland. Der Architekt Carl Ludwig Engel erhielt den Auftrag, Helsinki als repräsentative Hauptstadt neu aufzubauen und erschuf u.a. das klassizistische Zentrum rund um den Senatsplatz. Im Zuge der Industrialisierung wuchs die Einwohnerzahl rasch auf über 100.000 Menschen. Repräsentative Gebäude im Stil finnischer Nationalromantik wie der Hauptbahnhof oder das finnische Nationalmuseum entstanden, genauso wie zahlreiche Wohnhäuser im Jugendstil. Seit 1917 ist Helsinki die Hauptstadt des unabhängigen Finnlands.

Wahrzeichen der Stadt ist die strahlend weiße Domkirche Suurkirkko. Sie hebt sich wegen ihrer Größe imposant vom Stadtbild ab. Beliebt sind ebenfalls die alte Markthalle und die Uspenski-Kathedrale. Jedes Jahr pilgern rund 500.000 Besucher zum größten orthodoxen Kirchenbauwerk Westeuropas auf die Halbinsel Katanajokka. Die Nähe Finnlands zur Natur und Religion spiegelt sich insbesondere auch im sogenannten Felsendom, der Temppeliaukio Kirche, wider. Sie wurde in Granitfelsen aus der Eiszeit eingearbeitet. Ebenfalls ein beliebtes Ausflugsziel ist die Seefestung Suomenlinna, die sogenannten Finnenburg aus dem 18. Jahrhundert. Jährlich besuchen rund 900.000 Menschen das «Gibraltar des Nordens», welches seit 1991 auch zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Die wirtschaftlichen Stärken der Großregion Helsinki liegen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechnik, Biotechnologie, Nanotechnologie und Cleantech1. Finnlands größter Hafen für Fracht- und Personenverkehr ist inzwischen der am zweithäufigsten frequentierte Personenverkehrshafen Europas. Insbesondere die verstärkte Forschung im Sektor unbemannter und autonomer Schifffahrt sollen den Standort zukunftsfähig machen. Um das selbstgesteckte Ziel der landesweiten Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen, wird hier auch außerordentlich viel im Bereich Nachhaltigkeit getan. Einer der Vorreiter-Stadtteile ist Kalasatama, wo u. a. auf Seewasserkraftwerke, Müllsauger, energieeffiziente Wohnviertel und exzellente Nahverkehrslösungen gesetzt wird.

Übrigens: Finnland gilt als Land der unzähligen Flüsse und Seen, dennoch findet man im Helsinkier Stadtgebiet lediglich neun kleine Seen und Teiche. Auch Berge oder Hügel sucht man rund um Helsinki vergeblich, die höchste natürliche Erhebung ist mit 62 Metern über dem Meeresspiegel im Teilgebiet Kivikko zu finden. Im Stadtgebiet selbst bildet ein 90 Meter hoch aufgeschütteter Hügel Bauaushub im Teilgebiet Malminkartano die höchste Stelle. Dafür ist die Stadt immerhin Namensgeber für das Gestein Helsinkit – eine lokale Granit- bzw. Unakit-Varietät.

Seit 2019 ist der Living + Working erstmals in der Perle der Ostsee investiert – im Estradi Bürokomplex.

1 Es handelt sich hierbei um Unternehmen im Energiesektor, deren Ziel Effizienz- und Produktivitätssteigerungen durch neuartige Verfahren, Produkte und Dienstleistungen sind und dabei gleichzeitig Emissionen reduzieren sowie Ressourcen schonen

Fotonachweis: Pixabay

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