Im Gespräch mit Dr. Christine Bernhofer, Geschäftsführerin der Swiss Life KVG

Warum die Immobilienexpertise der Swiss Life KVG sich in Form von Ertrag und Stabilität auszahlt.

«Wir wissen sehr genau, was wir tun und wir machen es mit erstklassiger Qualität.»

Wie wichtig ist es, mehrere Standorte zu haben? Was sind hier die Vorteile?

In Deutschland sind wir großflächig an 10 Standorten vertreten. Auch an den wichtigsten europäischen Immobilienstandorten wie Paris und London sind wir über Swiss Life Asset Managers mit Konzerneinheiten präsent. Wir haben vor Ort eigene langjährig gewachsene Netzwerke und bekommen als aktiver Marktteilnehmer alle wichtigen Entwicklungen mit. Damit erhalten wir bessere Investitionschancen und eine höhere Investitionssicherheit. Hinzu kommt, dass wir einen besseren Kontakt zu den Mietern und damit zu den Ertragsquellen des Fonds halten können.

Wie profitieren die Anleger von der Immobilien-Expertise der Swiss Life?

Die Swiss Life verwaltet Immobilien professionell schon seit über 150 Jahren und mit einem aktuell gemanagten Immobilienvermögen von rund 69 Milliarden Euro sind wir derzeit der führende Immobilien-Manager in Europa. Diese Expertise zahlt sich in Form von Sicherheit und Stabilität für die Anleger des Living + Working aus. Entgegen aller Schweizer Bescheidenheit: Wir wissen sehr genau was wir tun und wir machen es mit erstklassiger Qualität.

Wie macht sich ganz allgemein in der Praxis das „Schweizer Element“ bemerkbar?

Neben Dingen wie der bekannten Schweizer Präzision und Verlässlichkeit, der hohen Qualität und Erfahrung bei Finanzanlagen, legen die Schweizer besonders viel Wert auf ein ausgezeichnetes Risiko-Management. Auch die Zurückhaltung bei Prognosen gehört dazu. Wir überraschen dann lieber zum Vorteil der Anleger. So haben wir beim Living + Working rund 2,5 Prozent Einjahreswertentwicklung in Aussicht gestellt, aktuell liegen wir bei 3,5 Prozent.

Der Immobilienpublikumsfonds Living + Working wurde von einem Versicherungskonzern mit sehr großer Immobilienkompetenz aufgelegt und nicht wie eher üblich von Banken. Was sind hier die Vorteile für die Anleger?

Neben der enormen Erfahrung mit Immobilien gerade bei der Swiss Life als größter Immobilien Asset Manager Europas, besteht ein sehr wichtiger Unterschied zu Offenen Immobilienfonds aus dem Hause von Banken: Wir investieren substantiell selbst in unser eigenes Produkt. So beträgt das Co-Investment der Swiss Life im Living + Working 200 Millionen Euro.

Corpus Sireo verwaltet auch komplizierte Immobilien und ist fähig, diese wieder auf Kurs zu bringen. Warum ist es sinnvoll, diese Fähigkeit zu haben?

Zunächst, für den Living + Working kaufen wir natürlich ausschließlich Top-Immobilien ein. Deshalb haben wir auf absehbare Zeit keinen Bedarf für diese Kompetenz. Und dennoch zeigt die Erfahrung, auch bei laufenden Modernisierungen, können sich Nutzungskonzepte ändern oder Großmieter wechseln. Da ist es für die Anleger des Living + Working ein beruhigendes Gefühl, dass wir mit unserer Kompetenz praktisch eine „eingebaute Versicherung“ gegen Immobilien-Problemfälle haben, weil wir solche Immobilien schon oft restrukturiert und erfolgreich am Markt neu positioniert haben.

Wie wichtig ist es bei der Portfoliogestaltung auf Megatrends einzugehen?

Das ist von elementarer Bedeutung. Denn das Eingehen auf die Megatrends sichert langfristig die Vermietbarkeit unserer Immobilien und damit die Ertragsstabilität des Fonds. Gute Beispiele für diese Megatrends sind der steigende Bedarf an Gesundheitsimmobilien durch die demographische Entwicklung oder auch die stetig steigende Nachfrage bei Studentenwohnungen, weil die Zahl der Studierenden von Jahr zu Jahr neue Rekorde erreicht. Auch das Thema Coworking als Beimischung moderner Büroimmobilien ist interessant.

 

 

Dr. Christine Bernhofer ist seit Oktober 2016 Geschäftsführerin und CFO (Chief Financial Officer) der Swiss Life KVG. In ihren Verantwortungsbereich fallen unter anderem die Entwicklung der Unternehmensstrategie, Rechnungswesen und Controlling, Recht, IT und Personal. Die Diplom-Kauffrau studierte BWL an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, an der sie auch promovierte. Zuvor war sie unter anderem in leitenden Positionen bei Immobilientochtergesellschaften der UBS, TMW Pramerica sowie der MEAG.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt mit Freunden teilen!

Das könnte Sie auch interessieren

Marktüberblick/Strategie

Immobilienanlagen in der ambulanten medizinischen Versorgung

Marktüberblick/Strategie

Im Gespräch mit Walter Seul, Coworking

Marktüberblick/Strategie

Im Gespräch mit Dr. Bernd Wieberneit – Blick in die Vergangenheit und in die Zukunft