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Wissenswertes

Das «S» in ESG

05.01.2022

ESG Environmental, Social, Governance – zu Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung gehört zu den Megatrends in der Wirtschaft. Nachhaltiges Wirtschaften mit einem schonenden Umgang der Ressourcen und unserer Umwelt (das «E») sind gut nachvollziehbar. Auch das «G» und damit die Art der Unternehmensführung ist relativ einleuchtend.

Doch was verbirgt sich hinter dem «S»?
Das «S» steht für soziale Aspekte wie Arbeitsrecht, Verbot von Kinderarbeit und Korruption, Einhaltung der Menschenrechte, Nichtdiskriminierung und Diversität. Im Mittelpunkt steht die grundsätzliche Frage, wie ein Unternehmen seine Beziehungen zu den Mitarbeitern, der Gesellschaft und dem politischen Umfeld gestaltet.

Während sich die anderen ESG-Aspekte Umwelt und Unternehmensführung in erster Linie mit den Auswirkungen eines Unternehmens auf den Planeten oder auf seine internen und politischen Funktionen befassen, sind soziale Faktoren in erster Linie solche, die in den Beziehungen zwischen einem Unternehmen und Menschen oder Institutionen außerhalb des Unternehmens entstehen. Damit rückt der Fokus auf die gesellschaftliche und soziale Verantwortung von Unternehmen.

Eine Herausforderung ist, dass soziale Faktoren in verschiedenen Ländern eine unterschiedliche Bedeutung haben. In Großbritannien steht Diversität in einem Unternehmen ganz weit vorne, während beispielsweise bei international tätigen deutschen Unternehmen der Vermeidung von Kinderarbeit bei den Zulieferern besonders große Bedeutung beigemessen wird.

Was bedeutet das für die Immobilienbranche?
Für Immobilienunternehmen steht der Mieter und dessen Tätigkeit im Fokus. Gewerbliche Mieter aus dem Rotlichtmilieu, aber auch Alkoholproduzenten und extreme politische Organisationen von links bis rechts stehen meist auf einer Negativliste von Unternehmen, an die nicht vermietet werden soll. Weiter kann geprüft werden, inwieweit der Mieter sich an soziale Standards hält. Zahlt er Mindestlohn oder werden Produkte aus Billigstlohnländern vertrieben?

Bei den Immobiliennutzungsarten ist die soziale Ausrichtung bei ESG schnell nachvollziehbar. Hier können sich Vermieter positiv bei den sozialen Faktoren im Umgang mit den Mietern positionieren. Dazu zählen Investitionen in großzügige Sozialflächen mit viel Grün, einen Spielplatz usw. Ein weiteres Beispiel sind Investitionen in staatlich geförderte Wohnflächen, um damit dem Mangel an bezahlbaren Wohnungen in den Ballungsräumen entgegenzuwirken.

Der Diskussion um soziale Themen innerhalb der Immobilienbranche kommt die aktuell niedrige Zinslage zugute. Denn Investitionen in die etablierten Assetklassen sind gestiegen und somit die Renditen gesunken. Infolgedessen sind alternative Investitionsmöglichkeiten in den Vordergrund gerückt, darunter auch Sozialimmobilien. Hier sind es zum Beispiel Gesundheitsimmobilien. Diese liefern einen verhältnismäßig sicheren Cash-Flow und haben aufgrund der demographischen Lage stabile Renditeaussichten.

Im Portfolio des Living + Working finden sich unter anderem Gesundheitsimmobilien wie das Pflegezentrum «Am Schwelmer Tor» in Remscheid oder die Seniorenwohnanlage «Alt-Wittenau» in Berlin.

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