Städtefokus München – Deutschlands prosperierende Wirtschaftsmetropole

Es gibt kaum eine Analyse oder ein Ranking zur wirtschaftlichen Lage und Zukunftsaussichten von Regionen, in dem München nicht an der Spitze steht oder auf den vorderen Plätzen liegt. Hohe Mieten und Preise für Immobilien, die weiter unter Aufwärtsdruck stehen, sind Ausdruck für die dynamische Entwicklung und die erreichte Wirtschaftskraft. Alles gut, oder weist der Standort auch Schwächen auf?

Nach dem Prognos Zukunftsatlas 2019 sind die Landeshauptstadt München und der Landkreis München die beiden Regionen mit den besten Zukunftschancen in Deutschland. Die Stärke der Stadt verdeutlichen einige sozio-ökonomischen Trends: Die Stadt München erwartet bis 2040 einen Anstieg der Einwohnerzahl von heute ca. knapp 1,6 Mio. auf 1,85 Mio. Mit einem BIP je Erwerbstätigen von gut 100.000 Euro (2016) liegt München deutlich über dem Bundesschnitt (72.000 Euro), aber auch vor den übrigen Top-7-Metropolen. Die breite wirtschaftliche Basis reicht vom Produzierenden Gewerbe (BMW, Siemens), über Finanzen (Allianz, Munich Re) zu einem breiten Spektrum höherwertiger, unternehmensbezogener Dienstleistungen. Mit einer starken IT-Wirtschaft und Vielzahl von Start-ups, z.B. Fin-/Insurtechs, Healthcare, Mobility/Robotics, hat sich der Standort den Ruf als Isar-Valley erarbeitet, wofür ausgezeichnete Hochschule und die Zentralen von Max-Planck- und Fraunhofer-Gesellschaft einen wichtigen Beitrag leisten.

Der Münchener Immobilienmarkt profitiert von den starken Rahmendaten, zumindest aus Sicht von Investoren. Die steigenden Mieten und Preise belasten jedoch Nutzer bzw. Mieter und gelten als ein Faktor, die Attraktivität der Stadt zu schmälern: Die höchsten Wohnungsmieten und -preise in Deutschland sind für viele Menschen mit niedrigem und mittlerem Einkommen nicht mehr leistbar und machen München zu einer Stadt mit weitem Pendler-Einzugsbereich. Auch im Bürosektor sind die Mieten seit Jahren im Aufwärtstrend, bewegen sich jedoch „nur“ auf dem Niveau von Berlin oder Frankfurt. Große Herausforderung für Büronutzer ist die geringe Verfügbarkeit von Flächen (derzeit ca. 2% Leerstand), wodurch die Nachfrage tendenziell ins Umland gedrängt wird, wie die Vermietungsaktivitäten im ersten Halbjahr 2019 unterstreichen.

Während sich Bestandsinvestoren an steigenden Mieten und positiver Wertentwicklung erfreuen, ist der Erwerb zusätzlicher, noch rentierlicher Objekte nicht einfach, und das Erkennen und zügige Nutzen von Opportunitäten gefragt. Eine Option bietet ein Ausweichen ins Umland. Dies gilt weniger für die Büro-/Gewerbenutzung, sondern vor allem für Wohninvestments und die zugehörige Infrastruktur wie z.B. Einzelhandel für die Nahversorgung, Kindergärten / Schulen oder Senioreneinrichtungen.

Trotz einiger Schattenseiten ist und bleibt die bayrische Landeshauptstadt mit ihrer diversifizierten Wirtschaft, exzellenten Forschungslandschaft und hohen Lebensqualität der Top-Standort in Deutschland. Die hohen Kosten für Unternehmen und Haushalte erfordern eine Fokussierung auf Produkte, Services sowie Arbeitsplätze mit hoher Wertschöpfung, womit sich die Stadt zugleich als Anziehungspunkt für neue Technologien und hochqualifizierte Menschen positioniert.

Der Swiss Life Living + Working hat in der Vergangenheit einige Investmentmöglichkeiten in der Region München genutzt und profitiert von der Stärke der bayrischen Landeshauptstadt.

Fotonachweis: Unsplash

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