Wissenswertes

Stadtportrait «Potsdam»

Jedes Jahr kommen weit mehr als eine Million Besucher aus aller Welt in die UNESCO-Welterbe-Stadt an der Havel. Unter anderem um sorglos durch den Park am Schloss Sanssouci zu spazieren.

Potsdam wurde aller Wahrscheinlichkeit nach bereits im 10. Jahrhundert gegründet und hält seit 1345 das Stadtrecht. Das wendische Wort «Poztupimi» bedeutet soviel wie «Unter den Eichen». Die Vielzahl an Schlössern in Potsdam geht zurück auf die Hohenzollern, deren König Friedrich der Große Potsdam 1745 zu seiner Sommerresidenz machte. Das bekannteste ist das liebevoll genannte «preußische Versailles» – das Schloss Sanssouci (frz. für «ohne Sorge»). In dessen Park befindet sich eine Vielzahl weiterer Schlösser, das Neue Palais zum Beispiel. Im Neuen Garten befindet sich unter anderem das Schloss Cecilienhof, welches das letzte erbaute Schloss der Hohenzollern ist. Ebenfalls bekannt ist Potsdam für die ersten großen Filmstudios der Welt in Babelsberg sowie die älteste russisch-orthodoxe Kirche Deutschlands.

Potsdam ist nach München die Landeshauptstadt mit dem stärksten Bevölkerungswachstum in Deutschland. Nach derzeitigen Prognosen wird die Einwohnerzahl Potsdams bis zum Jahr 2035 von aktuell rund 170.000 auf circa 220.000 Einwohner steigen. Begünstigend wirkt sich hier für die Stadt der sehr hohe Versorgungsgrad mit Kinderbetreuungsangeboten sowie eine der höchsten Geburtenraten im Land aus.

Es gibt mehr als 13.000 Unternehmen und 40 wissenschaftliche Einrichtungen mit Rang und Namen in der Landeshauptstadt Brandenburgs. Über 110.000 Menschen arbeiten hier, mehr als 49.000 kommen täglich aus dem Umland nach Potsdam zur Arbeit. Der Löwenanteil (über 90 Prozent) der Beschäftigten ist im Dienstleistungssektor tätig, insbesondere die Zukunftsbranchen Medien und IKT, Life Science und Gesundheitswirtschaft sowie der Tourismus sind in Potsdam überdurchschnittlich häufig vertreten. Auch der Anteil der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an der Bevölkerung ist deutschlandweit einer der höchsten. Bekannt sind vor allem das Astrophysikalische Institut auf dem Telegrafenberg, der Deutsche Wetterdienst oder das Institut für Klimaforschung und Nachhaltigkeitsstudien. An wissenschaftlichem Nachwuchs mangelt es nicht: An den fünf Hochschulen sind rund 25.000 Studierende und mehr als 62.000 virtuelle Studenten aus mehr als 160 Ländern registriert.

Zugute kommt Potsdam auch die verkehrsgünstige Lage: Im Umkreis von 10 Kilometern um die Stadt befinden sich fünf Autobahnanschlüsse. Das Berliner Zentrum und die Berliner Stadtautobahnen sind in wenigen Minuten zu erreichen. Die Berliner Flughäfen liegen quasi vor der Haustür. Potsdams Innenstadt und einige zentrale Stadtteile sind übrigens umgeben von Gewässern: Der Havel, dem Großen Zernsee, dem Templiner See und dem Sacrow-Paretzer-Kanal. Dadurch ist Potsdam rein faktisch eine Insel, deren Umfang circa 36 Kilometer beträgt. Einen der schönsten Ausblicke auf diese Insel hat man vom Schloss Belvedere auf dem 76m hohen Pfingstberg.

Bekannt und bei Touristen beliebt ist insbesondere das Holländische Viertel. Es ist das größte geschlossene holländische Bau-Ensemble außerhalb der Niederlande, bestehend aus 140 Ziegelstein-Häusern. Diese werden durch zwei Straßen in vier Karrees nach dem Konzept eines barocken Stadtgrundrisses aufgeteilt. Der bekannteste Bewohner des Viertels war kein Geringerer als der Hauptmann von Köpenick. Äußerst sehenswert ist auch die mitten in Potsdam zu findende russische Kolonie Alexandrowka mit ihren typisch russischen Holzhäusern.

Seit Mitte 2019 befindet sich die Potsdamer Immobilie «Waldstadt Center» im Portfolio des Living + Working. Weitere Infos zum Objekt finden Sie hier oder in der Living + Working Galerie.

Fotonachweis: Unsplash