Offene Immobilienpublikumsfonds – ein Branchenüberblick

Offene Immobilienpublikumsfonds sind in Deutschland seit den 1950er Jahren auf dem Markt. Außerhalb Deutschlands findet man diese Anlageform noch in Frankreich, Spanien und Italien sowie Österreich und der Schweiz. Letztere war es auch, die 1939 erstmals offene Immobilienfonds zuließ. Andere Länder inner- und außerhalb Europas setzen primär auf börsennotierte Konstrukte. So haben z.B. die angloamerikanischen Länder wie die USA, Großbritannien und Australien primär REITs, Real Estate Investment Trusts. Die Zahl am Markt verfügbarer Offener Immobilienfonds für Privatanleger schwankt und bewegt sich im Bereich zwischen 15 und 25. Im Vergleich zu anderen Fonds-Konstrukten ist die Anzahl somit überschaubar.

Die Netto-Mittelzuflüsse Offener Immobilienfonds beliefen sich im ersten Quartal des laufenden Jahres in Deutschland auf 3 Milliarden Euro. Das von ihnen verwaltete Netto-Vermögen betrug insgesamt 101,1 Milliarden Euro. Bei den Nutzungsarten haben Büros und Praxisräume als Nutzungsart den Löwenanteil mit 55 %, ihre Tendenz war in den letzten Jahren rückläufig. Investments in Handels- und Gastronomieobjekte (26 %) nahmen hingegen zu. Wohnimmobilien machten mit knapp einem Prozent (0,9 %) weiterhin nur einen sehr geringen Anteil bei den Nutzungsarten aus.

Die Hälfte aller Publikumsfonds-Objekte ist zwischen 5 und 15 Jahre alt. War ein einzelnes Objekt in den Fonds vor fünf Jahren durchschnittlich 79 Millionen Euro schwer, stieg der Wert bis Ende 2018 um 28 Prozent auf 101 Millionen Euro. Knapp ein Drittel aller Fondsobjekte liegt in der Größenordnung 200 bis 500 Millionen Euro. Der Anteil größerer Gebäude (mehr als 500 Millionen Euro wert), liegt bei neun Prozent.

Bei den Fondsimmobilien befindet sich nahezu jedes vierte Fonds-Objekt in einer der deutschen Städte (rund 24 %). In Ballungsräumen wie dem Rhein-Ruhr- oder dem Rhein-Main Gebiet befinden sich 11,6 % aller Liegenschaften. In der Eurozone befinden sich über 40 Prozent aller weiteren Fondsimmobilien, außerhalb Europas sind es 14,8 Prozent.

Fotonachweis: Unsplash

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